Aphorismen sind anachronistisch. Aphorismen-Bände sind – wenn überhaupt noch neu im Buchhande zu bekommen – von vorneherein Ladenhüter.
Die ehedem den Besten in Literatur, Dichtung und Philosophie vorbehaltene Gattung wurde inzwischen ersetzt durch eine überbordende Sprüche-Industrie. Überall begegnet man diesen käuflichen Statements – auf Websites, in Präsentationen, Postern oder Deko-Elementen. Dabei ist ein Aphorismus noch immer ein kleines Kunstwerk – ein Stück hochkonzentrierte Literatur, das seine Leser im besten Fall ganz unvorbereitet aus seinem Alltag zieht und zum Nachdenken anregt.
Ich bin 2019 durch die Teilnahme am DAphA-Aphorismenwettbewerb zum Thema „Streitbar und umstritten“ an die Gattung geraten und seither nicht mehr von ihr losgekommen. Aphoristisches Schreiben liegt mir. Mein erstes Buch „Glatte Lügen“ ist ein Band mit Aphorismen und Sentenzen geworden. Bei www.aphorismen.de sind schon einige Aphorismen aus „Glatte Lügen“ und aus der Zeit danach veröffentlicht.
„Glatte Lügen“ habe ich 2022 bei BoD veröffentlicht, obschon ich einen Verlag gefunden hatte. Doch der konnte leider produktionstechnisch nicht die professionellen Vorlagen der hervorragenden Grafik-Designerin Silvia Grüner umsetzen. Deshalb habe ich mich am Ende für den Selbstverlag entschieden. Ohne Silvia wären „Glatte Lügen“ nicht mein Buch geworden. Danke an dieser Stelle für deine liebe Hilfe und Unterstützung, Silvia!
